Datum: 13.12.17

Krankenhaus Lauf: Neues 64-Betten-Haus geht in Betrieb

Foto: Dr. Thomas Grüneberg, Julia Rögner und Hermann Müller (v.l.n.r.)

Die weiteren Fotos zeigen das Patientenzimmer sowie den Stationsflur mit Aufenthaltsraum.

Bildnachweis: Rudi Ott

Ersatzbau BA4b, so spröde und technokratisch nennt sich die Baumaßnahme zur Errichtung eines 64-Betten-Hauses am Krankenhaus Lauf.  Für die Kranken­häuser Nürnberger Land GmbH war die Maßnahme ein Großprojekt.

Der Ersatzbau stellt die größte Investition in der über 50-jährigen Geschichte des Krankenhauses Lauf und die größ­te Einzelfördermaßnahme dar. 21,5 Millionen Euro an Fördermitteln hat die Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH für den Neubau bekommen, mehr als drei Millionen Euro musste sie aus Eigenmitteln beisteuern.

Drei Jahre Bauzeit hat es gebraucht, um den 100 Meter langen Bau mit seinen vier Stockwerken und einer Nutzfläche von 3.320 Quadratmetern zu errichten. Dabei kamen 600 Tonnen Baustahl und 3.950 Kubikmeter Beton zum Einsatz, es wurden knapp 80.000 Meter Elektroleitungen verlegt und 1.800 Leuchten angebracht.

Ein- und Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle

Es entstand ein markanter und heller Neubau, der Platz  für zwei Stationen mit je 32 Betten bietet:  Die Station für Innere Medizin im ersten Stock sowie die Station für Chirurgie im zweiten Stock. Für die Patienten bringt der Umzug große Vorteile mit sich. „Endlich können wir auch den Patienten dieser Abteilungen eine Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer mit eigener Nasszelle anbieten, Fernsehgerät inklusive“, berichtet Hermann Müller, Leiter der Abteilung Bau & Technik der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH. Auf jeder Station stehen zudem geräumige Patientenduschen sowie ein Aufenthaltsraum mit Teeküche zur Verfügung.

Der Umzug der Stationen läuft reibungslos, die ersten Patienten sind bereits eingezogen. Manches geht sogar schneller als geplant. „Die Mitarbeiter sind hochmotiviert beim Umzug, sie freuen sich auf die neuen Räume“, berichtet Julia Rögner, Pflegedienstleitung der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH. Ihnen stehen nun größere Arbeitsbereiche zur Verfügung, die Wege sind kürzer: „Die Stationsteams können somit noch enger zusammenarbeiten als bisher.“

Doch das ist noch nicht alles. Die Intensivstation konnte um drei Intensivbetten und einen Schockraum erweitert werden, und auf den Stationen und der Intensivstation stehen insgesamt vier sogenannte Schleusenzimmer zur Isolation schwerkranker Patienten zur Verfügung. Die Rettungssanitäter können ihre Patienten jetzt von der Zufahrt nicht nur direkt in die Notaufnahme, sondern auch gleich auf die Intensivstation oder in den Schockraum fahren.  

CT-Untersuchungen rund um die Uhr

Ein eigener Computertomograph stellt die CT-Untersuchung 24 Stunden am Tag sicher, tagsüber in gewohnter Kooperation mit der Radiologischen Praxis Langlouis, nachts und an den Wochenenden mittels Teleradiologie mit den Kollegen des Klinikums Nürnberg. Im Januar 2018 wird zudem ein Herzkatheterlabor in Betrieb genommen.

Eine Erhöhung der Bettenzahl des Krankenhauses Lauf ist mit dem Neubau nicht verbunden. Diese liegt weiterhin bei 188 Betten einschließlich der Intensivbetten. Und was geschieht nun mit dem Altbau aus dem Jahr 1962? „Hierher wollen wir die Betten des Krankenhauses Hersbruck nach dessen Schließung  verlagern“, erläutert Dr. Thomas Grüneberg, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH. Die Planungen dafür laufen.