Endoskopie

Endoskopische Untersuchungen werden sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt.

Neue technische, bildgebende Verfahren ermöglichen es uns, diagnostische und therapeutische Eingriffe auf dem derzeit aktuellsten Stand der Medizin durchzuführen. Pro Kalenderjahr werden in der Abteilung Innere Medizin ca. 3.500 endoskopische Eingriffe vorgenommen.

Die Aufbereitung von Endoskopen und Zusatzinstrumenten in unserer Abteilung erfolgt vollautomatisch und standardisiert in modernen Reinigungsdesinfektionsgeräten. Durch die maschinelle Aufbereitung nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ist sichergestellt, dass nur einwandfrei aufbereitete Endoskope und Zusatzinstrumente zum Einsatz kommen. Bei der Verwendung von Zusatzinstrumenten kommen nur Einmalprodukte bzw. sterilisierte Instrumente zum Einsatz.

Im Rahmen der Qualitätssicherung der Hygiene in der Endoskopie wird der Aufbereitungserfolg durch vierteljährliche mikrobiologische Kontrollen überprüft. Die einwandfreien Ergebnisse dieser Überprüfung bestätigen uns eine korrekte Durchführung bei der Endoskopaufbereitung.

Ambulante Untersuchungstermine werden über das Sekretariat Innere Medizin mit dem Patienten und/oder dem Hausarzt vereinbart.

Der Patient wird am Untersuchungstag nach einem umfassenden Aufklärungsgespräch mit einem Chefarzt/Facharzt über seine jeweilige Untersuchung informiert. Die Spiegelungen erfolgen in der Regel immer (es sei denn, der Patient wünscht dies nicht) mit einer Beruhigungsspritze.

Darum ist es sehr wichtig, dass eine Begleitperson den Patienten nach der Untersuchung abholt. (Der Patient darf am Untersuchungstag kein Fahrzeug mehr lenken).

Ambulante Patienten werden nach dem Eingriff in einem Aufwachraum betreut und von unserem Fachpersonal medizinisch versorgt und überwacht.

Der Patient erhält gleich nach der Spiegelung das Ergebnis der Untersuchung in schriftlicher Form für seinen Hausarzt mit und wird über das Untersuchungsergebnis von dem untersuchenden Arzt informiert.

Sollte es nötig sein, werden gleich an Ort und Stelle Gewebeproben aus dem Untersuchungsgebiet entnommen und zur Aufarbeitung in das Klinikum Nürnberg weiter gesandt. Die Ergebnisse dieser Probenentnahmen erhalten wir in der Regel nach 2-3 Arbeitstagen, sie werden dem Hausarzt umgehend zur Kenntnis gegeben.

Wenn ein suspekter Befund vorliegt, kann der Patient entscheiden, ob er von der chirurgischen Abteilung des Hauses weiter betreut werden will.

Hier finden Sie die einzelnen endoskopischen Untersuchungen, die bei uns durchgeführt werden.

  • Ösophagogastroduodenoskopie = Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und oberer Teil des Dünndarms
    • Durchführung des Helicobacter pylori Testes (Bakterien, die Entzündungen und Magengeschwüre verursachen)
    • Entnahme von Gewebeproben bei entzündlichen Veränderungen und Tumoren
    • Entfernung von Polypen
    • Fremdkörperentfernung
    • Aufdehnung von Engstellen im oberen Verdauungstrakt

Vorbereitung hierzu: nüchtern am Untersuchungstag

  • PEG (Gastrotube, Button, PEG-J) Anlage = Legen einer Ernährungssonde

Vorbereitung hierzu: nüchtern am Untersuchungstag

  • Coloskopie = Spiegelung des Darmes
    • Entfernen von Polypen
    • Entnahme von Gewebeproben bei entzündlichen Veränderungen und Tumoren
    • Gummibandligatur zur Behandlung von Hämorrhoiden
    • Fremdkörperentfernung
    • Aufdehnung von Engstellen im unteren Verdauungstrakt

Vorbereitung hierzu: Einen Tag vor der Untersuchung Abführmaßnahmen (Informationen und Medikation im Sekretariat erhältlich)

  • Rektosigmoidoskopie = Spiegelung des Enddarmes
    • Entfernen von Polypen
    • Entnahme von Gewebeproben bei entzündlichen Veränderungen und Tumoren
    • Gummibandligatur zur Behandlung von Hämorrhoiden
    • Aufdehnung von Engstellen im unteren Verdauungstrakt

Vorbereitung hierzu: Der Patient erhält bei uns im Krankenhaus vor der Untersuchung Einläufe, damit der Enddarm stuhlfrei wird.

  • Proktoskopie = Spiegelung des Anus
    • Thrombusincision im Analbereich
    • Gummibandligatur zur Behandlung von Hämorrhoiden

Vorbereitung hierzu: Der Patient erhält bei uns im Krankenhaus einen kleinen Einlauf.

  • Bronchoskopie = Spiegelung der Atemwege und der Bronchien
    • Absaugung von Bronchialsekret bei chronischer Bronchitis
    • Entnahme von Gewebeproben bei Verdacht auf Tumoren
    • Fremdkörperentfernung bei Verschlucken

Vorbereitung hierzu: Nüchtern am Untersuchungstag

  • ERCP = Darstellung des Gallen- bzw. Bauchspeicheldrüsenganges
  • Kapselendoskopien
  • Kontrastmitteluntersuchungen, wie z.B.
  • Kontrasteinlauf in den Dickdarm
  • Kontrastmittelgabe in den oberen Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm)
  • Dünndarmdoppelkontrastuntersuchung (Kontrastmittel wird mittels einer Magensonde direkt in den Dünndarm gepumpt)



Zu allen endoskopischen Untersuchungen benötigen wir aktuelle Blutgerinnungswerte.